venenchirurgie

Kosten und Krankenkassen




Die operative Entfernung nachgewiesener Krampfadern (erweiterte oberflächliche Stammvenen mit nicht schließenden Klappen) wird von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen bezahlt.
In der Regel muss der Eingriff heutzutage ambulant durchgeführt werden. Für die Erstattung einer stationären Behandlung legen die Kostenträger immer strengere Maßstäbe an und fordern hierfür konkrete medizinische Gründe. Diese sind die Operation an beiden Beinen, Rezidivoperationen oder relevante Begleiterkrankungen wie Diabetes, Herzrhythmusstörungen, massives Übergewicht u.s.w. Ein weiterer Tatbestand für die stationäre Durchführung wäre fehlende häusliche Betreuungsmöglichkeit.

Die Kosten für das Radiowellenverfahren werden zwar von den privaten Versicherern übernommen (nur bei ambulanter Durchführung), von den gesetzlichen Kassen jedoch grundsätzlich nicht, obwohl der Nutzen des Verfahrens erwiesen ist. Da das Sozialgesetzbuch es verbietet, Patienten zu einer vertragsärztlichen Leistung eine Zuzahlung abzuverlangen, muss der gesetzlich Versicherte, wenn er das Radiowellenverfahren wünscht, die gesamte Prozedur (auch die Narkose) selbst bezahlen.

Das Honorar nach GOÄ und die Sachkosten belaufen sich für die ambulant durchgeführte Operation an einem Bein auf ca. 1.500 EUR, wobei der Katheter bereits knapp 500 EUR kostet. Hinzu kommen noch 400 bis 500 EUR für die Anästhesie.

Seit 2008 hat die Praxis mit zwei großen gesetzlichen Krankenkassen einen speziellen Vertrag über die Durchführung von Krampfadernchirurgie (sog. Integrierter Versorgungsvertrag). Dieser Vertrag schließt auch die Radiowellentherapie mit ein. Es handelt sich um die Siemens Betriebskrankenkasse und die HypoVereinsbank BKK.

Die Schaumsklerosierung wird von den privaten Krankenversicherungen erstattet, von den gesetzlichen nicht. Die Kosten belaufen sich nach GOÄ pro Sitzung (u.U. mehrere erforderlich) auf 100 bis 200 EUR.

Kompressionsstrümpfe werden, sofern medizinisch indiziert, von den privaten Kassen komplett und von den gesetzlichen zu 80 % übernommen.



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