venenchirurgie

Radiowellenverfahren


Seit einigen Jahren gibt es als Alternative zum Stripping noch schonendere Verfahren, bei denen ein Katheter in die erkrankte Stammvene eingeführt wird. Unter Ultraschallsteuerung wird dieser bis zur Mündung in der Leiste bzw. in der Kniekehle vorgeschoben. Anschließend wird die Vene über den Katheter erhitzt. Unter langsamem Rückzug verödet und verschließt der Katheter so die gesamte Vene.
Es gibt hierbei zwei unterschiedliche Katheterverfahren:

Zum einen den Laser, dessen Energie zunächst das Blut in der Vene aufkocht, wodurch dann wiederum die Venenwand erhitzt wird.
Zum anderen gibt es den Radiowellen-Katheter (Closure-fast-Verfahren). Dieses erhitzt die Venenwand direkt und führt zu noch geringeren postoperativen Beschwerden als beim Laser (Literatur: Recovery-Studie, Almeida et al. J. Vasc. Interv. Radiol.2009)
Das Radiowellenverfahren ist somit das technisch sauberere und klarere Verfahren mit einer annähernd 100prozentigen Erfolgsquote und wird deshalb von uns angewendet (vnus.com).

Der entscheidende Vorteil gegenüber der Standard-Operation sind die geringeren postoperativen Beschwerden aufgrund fehlender Hämatom(=Bluterguss)bildung. Die Arbeitsunfähigkeit reduziert sich hierdurch auf 2-3 Tage. Die Erfolge sind mit denen der Stripping-Operation vergleichbar, bzw. diesen überlegen. So ist insbesondere die Tendenz zur Gefäßneubildung geringer. Nicht angewendet werden kann das Verfahren bei sehr oberflächlichem und geschlängeltem Venenverlauf. Besonders von der Methode profitieren Patienten, die wegen gravierender Begleiterkrankungen nicht für eine Standard-Operation in Frage kommen.

Das Radiowellenverfahren kann in örtlicher Betäubung oder Allgemeinnarkose durchgeführt werden, je nach Wunsch und Situation des Patienten und je nachdem, ob zusätzlich erweiterte Seitenastvenen auf konventionellem Wege entfernt werden müssen.

Das Verfahren wird grundsätzlich nur ambulant durchgeführt.

(Literatur: EVOLVES STudie, Journal Of Vascular Surgery 2003;38:207-214 oder Journal Of Vascular Surgery 2005;42:502-509.

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